Musiktherapie bei Tinnitus

 

Tinnitus ist die Bezeichnung für Ohrgeräusche. Diese können in Form verschiedenster Geräusche wie Brummen, Piepen, Pfeifen, Rauschen und vielem mehr vorkommen.  Viele Patienten empfinden Ihren Tinnitus als störend und erleiden dadurch einen deutlichen Verlust an Lebensqualität. An der Universität Münster wurde ein neuartiges Verfahren zur Behandlung des Tinnitus entwickelt. Grundlage dieser Therapie ist die Tatsache, dass bestimmte Bereiche im Gehirn bestimmte Frequenzen wahrnehmen. Das Gehörte wird also im Gehirn tonal abgebildet.

Sind nun bestimmte Bereiche im Gehirn geschädigt, entsteht hier häufig, quasi als „Phantomgeräusch“ der Tinnitus. Prinzip der neuartigen Musiktherapie ist nun die sogenannte „laterale Inhibition“, also die „seitliche Hemmung“. Das Bedeutet, dass eine Reizung der benachbarten, gesunden Hirnareale zu einer Überstrahlung des geschädigten Bereiches führt. Das „Phantomgeräusch“ Tinnitus wird dann deutlich leiser gehört. Man erreicht diese seitliche Hemmung durch das Hören modifizierter Musik. Hier wurde Ihre bestimmte Tinnitusfrequenz gezielt herausgefiltert und die benachbarten Frequenzen verstärkt. Die Musik hört sich für Sie fast unverändert an, die gesunden, benachbarten Hirnareale werden jedoch stimuliert und es kommt durch die sogenannte  „Neuroplastizität“ zu Umbauvorgängen im Gehirn die den Tinnitus dauerhaft reduzieren.

Viele gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen bereits die Kosten für diese Therapie. Sprechen Sie uns an!

 

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